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Wenn aus Abschied ein Baum wird – die Tree-of-Life-Bestattung

Wenn aus Abschied ein Baum wird: die Tree of Life Bestattung

Was ist der Tree of Life eigentlich?

Der Tree of Life ist eine Naturbestattung, bei der aus der Asche eines Menschen ein echter Baum entsteht. Sie ist immer mit einer Feuerbestattung verbunden. Die Asche wird zum Nährboden für ein junges Bäumchen und geht nach und nach in das neue Leben über. Für mich ist ein Baum die schönste Verbindung zwischen Himmel und Erde. Er steht für den Gedanken, dass niemand einfach verschwindet, sondern im Kreislauf der Natur bleibt.

Wie ich euch durch den Ablauf begleite

Zuerst nehmt ihr Abschied, so wie es sich für euch richtig anfühlt: am offenen oder geschlossenen Sarg, an der Urne, in der Kirche, auf dem Friedhof oder zu Hause. Danach findet die Einäscherung im Krematorium Perleberg statt. Wenn ihr möchtet, könnt ihr dort dabei sein und die Einfahrt des Sarges begleiten.

Anschließend bringt die Tree of Life GmbH die Aschekapsel persönlich mit dem Auto in eine Baumschule nach Holland. Dort wird die Kapsel unter notarieller Begleitung geöffnet, die Asche mit einer besonderen Vitalerde vermengt und euer Bäumchen gepflanzt. Etwa sechs bis neun Monate wächst es heran, bis es kräftig genug ist. Wer mag, reist selbst nach Holland, das sind rund vier Stunden Fahrt, und vermengt die Asche mit eigenen Händen. In der Wachstumszeit dürft ihr Fotos an das Bäumchen hängen, und ihr bekommt auf Wunsch per WhatsApp kleine Neuigkeiten aus der Baumschule. Ausgeliefert wird nur in der besten Pflanzzeit, im Frühjahr oder Herbst. Ich bringe euch euren Baum und bin bei der Pflanzung dabei.

Welcher Baum passt zu euch?

Die Baumart suchen wir gemeinsam aus. Viele Familien wählen die Magnolie, eine der ältesten Pflanzen überhaupt, die noch vor dem ersten Blatt in zarten Farben blüht. Ebenso beliebt sind die Japanische Blütenkirsche, Rotbuche, Linde, Eiche und die Kupferfelsenbirne. Viele weitere Bäume sind auf Anfrage möglich. Es gibt kein richtig oder falsch, es geht darum, welcher Baum euren geliebten Menschen widerspiegelt.

Warum ein Baum beim Trauern hilft

Ein Grabstein bleibt, wie er ist. Ein Baum aber lebt mit euch. Im Winter steht er kahl da, so wie sich die erste Zeit der Trauer oft schwer und leer anfühlt. Dann treibt er wieder aus, und mit jedem Frühling kehrt ein Stück Leben zurück, zusammen mit den Erinnerungen. Diese Verbindung erlebe ich in meiner Arbeit immer wieder: Der wachsende Baum macht den Trauerprozess greifbar und schenkt vielen Familien Zeit und einen neuen Sinn, weiterzumachen.

Die Reportage, die viele Menschen bewegt hat

2024 hat der NDR den Tree of Life in einer Reportage begleitet. Sie trägt den Titel „Meine Frau wird eine Magnolie" . Gezeigt wurde der ganze Weg, von der Einäscherung in Perleberg bis zur Pflanzung.

Ein Ort, der bleibt

Euren Lebensbaum könnt ihr an eurem Lieblingsplatz im eigenen Garten pflanzen. Oft wird das ein gemeinsamer Moment mit Familie und Nachbarn, mit Musik und manchmal sogar mit einem Grillabend. Wer kein eigenes Grundstück hat, findet ab Frühjahr 2027 auf dem Güstrower Friedhof einen neuen Lebensgarten. Dort bekommt ihr eine kleine Grünfläche von rund 16 Quadratmetern, Bänke laden zum Verweilen ein, und Namensschilder sind möglich.

Wenn ihr mehr wissen möchtet

Alle Leistungen, den Ablauf und den Paketpreis findet ihr auf unserer Seite zur Tree of Life Bestattung. Wenn ihr schon zu Lebzeiten alles in Ruhe regeln möchtet, begleite ich euch gern bei der Bestattungsvorsorge. Und falls gerade jetzt ein Mensch gegangen ist, findet ihr die wichtigsten ersten Schritte bei unserer Ersten Hilfe im Trauerfall.

Ihr müsst diesen Weg nicht allein gehen. Wir sind rund um die Uhr erreichbar, auch per WhatsApp. Ruft uns einfach an oder schreibt uns. Ich höre euch zu.

Feuerbestattung in Rostock, Tessin und Güstrow

Bei einer Feuerbestattung holen wir den Verstorbenen zunächst ab und überführen ihn in unsere eigene Kühleinrichtung, wo er in der Regel drei bis fünf Tage vorbereitet wird. Nach Waschung und Ankleidung betten wir ihn in einen Kremationssarg. Das Krematorium Perleberg holt ihn dann ab, führt vor der Einäscherung eine zweite Leichenschau durch und kremiert ihn in ein bis zwei Stunden. Die Asche kehrt in einer versiegelten Kapsel zu uns zurück und wird in eine Schmuckurne gebettet.

Der Vorgang der Kremierung selbst dauert zwischen einer und zwei Stunden. Davor liegen jedoch mehrere Tage der Vorbereitung, in denen der Verstorbene in unserer Kühleinrichtung würdevoll versorgt und für die Überführung zum Krematorium vorbereitet wird.

Nach der Einäscherung bleiben ungefähr drei bis fünf Kilogramm Asche zurück. Das entspricht in etwa dem Geburtsgewicht eines Menschen. Die Asche wird in eine versiegelte Aschekapsel gefüllt und anschließend in eine Schmuckurne überführt.

Nach einer Feuerbestattung können Sie zwischen mehreren Wegen wählen: der Urnenbestattung auf dem Friedhof, der Seebestattung, der Ruheforstbestattung oder dem Baum des Lebens (Tree of Life). Beim Tree of Life wird die Urne in eine Baumschule nach Holland überführt und dort ein Baum gepflanzt.

Für eine Feuerbestattung ist immer eine schriftliche Willensbekundung erforderlich. Hat der Verstorbene das nicht selbst festgelegt, zum Beispiel in einer Bestattungsvorsorge, müssen die Bestattungspflichtigen zustimmen. Die Einäscherung darf frühestens 48 Stunden nach dem Tod erfolgen, spätestens nach vier bis zehn Tagen, je nach Bundesland.

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