Warum eröffnen wir einen dritten Standort in Güstrow?
Weil wir für die Menschen da sein wollen, dort wo sie leben. Trauerhaus Seelenfrieden gibt es seit Oktober 2022 in Rostock. 2024 ist Tessin dazugekommen, und beide Standorte haben sich in ihren Kreisen gut etabliert. Güstrow ist für uns der nächste, ganz natürliche Schritt. Stillstand passt nicht zu uns und nicht zu der Art, wie wir Abschied verstehen. Wir möchten unsere Begleitung jetzt auch hier anbieten, mit derselben Haltung, die uns von Anfang an trägt.
Wann und wo findet die Eröffnung statt?
Die Eröffnung ist am 1. Juli 2026, von 10:00 bis 17:30 Uhr. Das gesamte Team ist an diesem Tag vor Ort, in unseren neuen Räumen in der Baustraße 42 in 18273 Güstrow. Ihr müsst nichts vorbereiten und nichts mitbringen. Kommt einfach vorbei, wann es euch am Tag gerade passt.
Was erwartet euch am 1. Juli?
Vor allem Menschen. Ihr lernt die Gesichter hinter dem Bestattungshaus kennen, in Ruhe und ohne den Druck eines akuten Trauerfalls. Genau das liegt mir am Herzen, denn so ein Kennenlernen in entspannter Atmosphäre ist etwas ganz anderes als ein Gespräch, das ein plötzlicher Verlust erzwingt. Wir haben für das leibliche Wohl gesorgt, es wird interessante Gespräche geben, und wer mag, kann sich auch in Ruhe zur Bestattungsvorsorge austauschen. Vorsorge ist und bleibt für uns ein großer Teil unserer Arbeit, weil sie euch und euren Angehörigen das gute Gefühl gibt, vieles bereits geregelt zu haben.
Mir ist wichtig, euch an diesem Tag zu zeigen, wie lebendig, liebevoll und herzlich ein Bestattungshaus sein kann. Es ist ein kleiner Einblick hinter die Kulissen, und ich glaube, er wird die eine oder andere Vorstellung von einem Bestattungshaus auf eine schöne Weise verändern.
Welche Bestattungsarten begleiten wir in Güstrow?
In Güstrow begleiten wir euch durch dieselben Wege des Abschieds wie an unseren anderen Standorten. Dazu gehören die Feuerbestattung und die Erdbestattung. Zur Feuerbestattung zählen die Urnenbestattung, die Seebestattung und der Ruheforst, auch Friedwald genannt, in der Rostocker Heide oder in Schwerin. Außerdem sind wir exklusiver Partner von Tree of Life, dem Baum des Lebens. Welcher Weg der richtige ist, finden wir immer gemeinsam heraus, in Ruhe und in eurem Tempo.
Was macht unsere Begleitung besonders?
Für mich steht der Mensch im Mittelpunkt, der Verstorbene und ihr, die zurückbleibt. Ich gebe euch Raum und Zeit, damit Trauer auf allen Ebenen ihren Platz finden darf. Wir geben Halt, trocknen Tränen, hören zu, beantworten Fragen, und manchmal dürfen wir sogar zusammen lachen. Genau diese Mischung aus Würde und Wärme ist es, die für mich zu einem guten Abschied gehört. Unsere Trauerreden schreiben wir selbst. Das ist möglich, weil wir die Familien oft von Anfang an kennen, vom Tag des Sterbens an oder schon davor, wenn wir in der palliativen Phase mitbegleiten dürfen. So hören wir die Lebensgeschichten aus erster Hand und können uns auf jede Rede einfühlsam und ganz individuell einlassen.
Und dann sind da noch Anouk und Bini, unsere Bürohunde 🐾. Die beiden gehören zu mir und sind hauptsächlich in Güstrow zu finden. Für viele Angehörige sind sie ein ruhiger Pol, und über die Hunde kommt man oft viel leichter ins Gespräch, als man denkt.
Weil der Tod so oft eine große Leere hinterlässt, möchten wir Erinnerungen greifbar machen. Dafür gibt es bei uns Erinnerungsstücke wie Fingerabdrücke, die Seelenpyramide, Handschmeichler, Schmuckstücke oder eine Haarsträhne des Verstorbenen. Kleine Dinge, die bleiben, wenn ein Mensch geht.
So sehen wir uns in Güstrow
Ihr müsst keine Entscheidungen alleine treffen. Kommt am 1. Juli vorbei, lernt uns kennen, stellt eure Fragen. Und wenn ihr vorher oder danach mit uns sprechen möchtet, sind wir rund um die Uhr für euch da, auch über WhatsApp. Wenn euch ein Abschied bevorsteht und ihr nicht wisst, was als Erstes zu tun ist, findet ihr auf Erste Hilfe im Trauerfall eine ruhige Orientierung.
Ich freue mich darauf, euch in Güstrow zu sehen.
Eure Christine Schombach
Sargbemalung
Bei einer Sargbemalung gestalten Angehörige den geschlossenen Sarg selbst, mit Farben, Motiven und persönlichen Worten. Trauer bekommt dabei buchstäblich Farbe. Es ist ein besonderer Abschiedsmoment, der in der Regel ein bis zwei Stunden dauert.
Besonders für Familien mit Kindern, etwa wenn ein Elternteil verstirbt. Kinder haben ein Recht auf einen liebevollen, bunten Abschied. Das gemeinsame Gestalten gibt ihnen und den Erwachsenen einen Weg, die eigene Trauer auszudrücken, jeder auf seine Weise.
Der Sarg steht geschlossen im Raum. Wir stellen alles bereit, was Sie zum Gestalten brauchen: Filzstifte, Eddings, Wassermalfarben, Acrylfarben und Pinsel. Oft läuft dabei die Lieblingsmusik der verstorbenen Person.
Beliebte Motive sind Regenbogen, Sonne, Sterne, Herzen und Wolken, dazu Schriftzüge wie „Ich liebe dich“ oder „Du fehlst uns“. Ergänzend können Sie private Fotos aufkleben, einen letzten Brief mitgeben oder Finger- und Handabdrücke hinterlassen.
Eine Sargbemalung ist an verschiedenen Orten möglich: im Krematorium Perleberg, in Feierhallen in Rostock sowie in Ihrer eigenen Häuslichkeit, zum Beispiel in der Garage über ein ganzes Wochenende.
Ja. Urnen werden häufig zu Hause bemalt, ganz in Ruhe und ohne Begleitung unseres Teams. Viele Familien gestalten sehr kreativ, mit Lieblingstieren, Blumen, Fotos oder Fingerabdrücken.
Ein bemaltes Design wird oft als „Fahrschein für den Himmel“ verstanden. Die Farben spiegeln sich im Sonnenuntergang wider und geben Halt und Zuversicht. Während des Bemalens verändert sich häufig die Atmosphäre im Raum: aus Stille und Tränen werden Bewegung, geteilte Erinnerungen und ein leichteres Tragen der Trauer. Und wenn der Raum schwer bleibt, ist auch das willkommen. Beides darf sein. Trauer muss nicht nur schwarz sein.